0

Buchtipps

Pflicht, Kür und Leidenschaft jeder BuchhändlerIn ist das Finden, Lesen und Empfehlen von Büchern, die uns begeistern und unterhalten, die uns an Grenzen führen und Fenster zu anderen Welten öffnen, die unseren Horizont erweitern, uns dabei helfen die Welt besser zu verstehen, die uns "nachlaufen", die uns verändern, die uns sprachlich und inhaltlich beeindrucken, die wir gerne und unbedingt mit Anderen teilen möchten. An dieser Stelle möchte ich Ihnen meine Fundstücke dieser Art vorstellen. Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.

 

Können wir die retten, die wir lieben? Im Sommer 1981 verlieren die Geschwister Renee, Caroline, Joe und Fiona ihren Vater. Es folgen Jahre, die sie später als "die Große Pause" bezeichnen werden: Ihre Mutter verliert sich über drei Jahre in ihrer Trauer und verlässt nur für kurze Gänge in die Küche und das Bad ihr Schlafzimmer.

England im 13. Jhdt.: Marie ist siebzehn Jahre alt, groß und ungelenk und nach allgemeiner Ansicht ungeeignet für die Ehe und das höfische Leben. Sie verehrt und liebt ihre Königin, Eleanore von Aquitanien, doch diese verstößt sie mit einem Lächeln: Marie soll Priorin eines abgelegenen Klosters werden, irgendwo im Schlamme Englands, fern von den zärtlichen Zuwendungen ihrer Dienerin. Lebendig begraben in der Gemeinschaft verarmter, frierender, hungernder Nonnen - ausgerechnet sie, die aus einer Familie von Kriegerinnen stammt und alles andere als fromm ist.

Das Lieblingsbuch des Unabhängigen Buchhandels 2022

Einst waren sie unzertrennlich, seit fünf Jahren reden sie nicht mehr miteinander, und doch wacht die eine über die andere. Jetzt aber ist die Lage bedrohlich geworden: Mickey, Streifenpolizistin in Philadelphia, findet ihre drogenabhängige Schwester nicht mehr auf den Straßen der Blocks, die sie kontrolliert und auf denen Kacey für ihren Konsum anschaffen geht.

Brooklyn, New York, 1928: Die Freundinnen Antonia und Sofia werden ins Mafia-Milieu hineingeboren. Sie wohnen Wand an Wand und sind von klein auf unzertrennlich. Dabei könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Sofia Colicchio ist ein Freigeist, ein wildes, ungezähmtes Wesen, das es wagt, ihrem Vater die Stirn zu bietet.

Es ist das Jahr 1949, in dem Rita Gawehn in Hagen geboren wird. Ihre Mutter, Hanna, ist mit der Familie aus Ostpreußen geflüchtet, ihr Vater, Karl, ein Sauerländer. Im Jahr 1949 stecken sie beide in den Kinderschuhen: die deutsche Demokratie und Rita. Zwanzig Jahre später, sind beide erwachsen geworden.

Casey ist 31 Jahre alt, lebt in Boston und schiebt durch ihr Studium einen riesigen Schuldenberg vor sich her, den sie mit ihrem Job als Kellnerin nie wird abbezahlen können. Sie wohnt in einer Garage, fährt Fahrrad, da sie sich ein Auto nicht leisten kann, und hat natürlich keine Krankenversicherung. Seit 6 Jahren schreibt Sie an ihrem großen Roman. Und genau dies ist ihr Traum, ihre Bestimmung, ihr Fluchtpunkt: Sie will und muss schreiben! Doch die niederdrückenden Schulden, das Hin-und-her zwischen zwei Männern und der plötzliche Tod ihrer Mutter werfen sie immer wieder aus der Bahn.

Köln im Jahre des Herrn 1376: Die erst 27jährige Almut Bossart tritt nach dem frühen Tod ihres Ehemannes in den Beginenkonvent am Eigelsteig ein. Wie so vielen unverheirateten oder verwitweten Frauen dieser Zeit bietet ihr der Beginenkonvent die Möglichkeit, ein vergleichweise selbstbestimmtes und wirtschaftlich unabhängiges Leben zu führen.

Während die mexikanische Malerin und Stilikone Frida Kahlo derzeit zum wiederholten Male eine Renaissance erlebt, so als würde jede Frauengeneration diese herausragende Künstlerin neu für sich entdecken, ist es um die nicht weniger bemerkenswerte französische Künstlerin Niki de Saint Phalle (1930 - 2002) in den letzten zwanzig Jahren eher ruhig geworden.

Hinter einem düsteren Cover befindet sich ein unerwartet interessanter und unkonventioneller Krimi. Im Mittelpunkt: eine junge Frau, die nur  durch das beherzte Eingreifen ihrer Lehrerin davor bewahrt wurde, als Junkie unter einer Brücke zu landen.