Details

ISBN/EAN: 978-3-518-43276-1
Einband: gebundenes Buch
Weitere Details
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
200 S.
Format (T/L/B):
2 x 21 x 13.5 cm

Hersteller:
Suhrkamp Verlag GmbH
info@suhrkamp.de
Torstr. 44
DE 10119 Berlin


Weitere Details arrow_forward_ios

Nelka

Roman - 'Von der ersten Seite an war ich verzaubert, so herzzerreißend, so traurig und doch federleicht ...' Kristine Bilkau - Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2026

24,00 €

Lieferbar innerhalb 24 Stunden

Unser Tipp für Sie

Lemberg (ukrainisch: Lwiw), 1941. Die sechzehnjährige Nelka geht frühmorgens aus dem Haus, um beim Bäcker an der Straßenecke Brot fürs Frühstück zu holen. Auf der Straße wird sie von deutschen Soldaten aufgegriffen, auf einen Pritschenwagen bugsiert und mit zahlreichen anderen Mädchen und Frauen in Güterzügen nach Westen verschleppt. Auf einem norddeutschen Gutshof werden sie zu schwerer Arbeit gezwungen. Ihr Vater hatte Nelka früh in den Obstbau unterrichtet, und schon als Kind hatte sie ihm beim Veredeln der Apfelbäume geholfen. Dank dieses Wissens kann sie sich anfänglich der Zudringlichkeit des Gutsverwalters Marten erwehren und arbeitet statt auf dem Feldern als "Dienstmädchen" im Haupthaus. Sie plant den Apfelanbau für ihn, und die Plantagen bescheren ihm nach dem Krieg ein Vermögen. Jahrzehnte später kehrt Nelka an den Ort ihres Leidens zurück. Sie will Marten konfrontieren und sich selbst endlich von Ungesagtem befreien.

Welche Spuren die gewaltvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts und der Zwangsarbeit durch die Nazis hinterlassen haben, bis in die Gegenwart und Landschaften hinein, das erzählt Svenja Leiber in ihrem neuen Roman klar, ohne explizit zu werden, mitfühlend. Sie erzählt von Frauen, deren Wissen und Körper ausgebeutet wurden, die sich in Freundschaft verbanden und sich so gegen Erniedrigung und Brutalität stemmten. Nelka beleuchtet ihre Schicksale hoch sensibel - und bewahrt die Erinnerung an sie. Ein Roman, das unter die Haut geht und einen ganz starken Eindruck hinterläßt. 
 

Beschreibung

Lemberg, 1941. Die sechzehnjährige Nelka wird von Soldaten aufgegriffen und mit zahlreichen Mädchen und Frauen nach Westen verschleppt. Auf einem norddeutschen Gutshof werden sie zu schwerer Arbeit gezwungen. Ihr Vater hatte Nelka früh im Obstbau unterrichtet, und schon als Kind hatte sie ihm beim Veredeln der Apfelbäume geholfen. Dank dieses Wissens kann sie sich anfänglich der Zudringlichkeit des Gutsverwalters erwehren. Sie plant den Apfelanbau für ihn, und die Plantagen bescheren ihm nach dem Krieg ein Vermögen. Jahrzehnte später kehrt Nelka an den Ort ihres Leidens zurück. Sie will, dass Marten sich an das erinnert, wovon sie selbst sich endlich befreien muss. Welche Spuren die gewaltvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts und Zwangsarbeit hinterlassen haben, bis in die Gegenwart und Landschaften hinein, das macht Svenja Leiber in ihrem neuen Roman sichtbar. Sie erzählt von Frauen, deren Wissen und Körper ausgebeutet wurden, die sich in Freundschaft verbanden und sich so gegen Erniedrigung und Brutalität stemmten. Nelka beleuchtet ihre Schicksale hellwach und sensibel - und bewahrt die Erinnerung an sie.

Über Svenja Leiber

Svenja Leiber, 1975 in Hamburg geboren, wuchs in Norddeutschland auf und verbrachte als Kind einige Zeit in Saudi-Arabien. Sie studierte Philosophie, Literaturwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte, debütierte 2005 mit dem Erzählungsband Büchsenlicht, 2010 folgte der Roman Schipino. Im Suhrkamp Verlag erschien 2014 Das letzte Land, 2018 Staub und 2021 Kazimira. Svenja Leiber lebt und arbeitet in Berlin und Schleswig-Holstein.