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ISBN/EAN: 978-3-423-28350-2
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
304 S.
Format (T/L/B):
3 x 21 x 13.5 cm

Hersteller:
dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
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Unser Tipp für Sie

Drei Schwestern, ein Elternhaus und zunehmend hinfällig werdende Eltern: Während Sanne, die Älteste, in Nachbarschaft der alten Eltern wohnt, lebt Gitti, die Jüngste, mit ihrer Familie in einen anderen Ort, keine Lust mehr darauf, der emotionale Puffer zwischen ihren beiden älteren Schwestern zu sein, und Petra, studiert, unabhängig, allein lebend in der Stadt, muss feststellen, dass ihre aktuelle Affäre bereits 13 Jahre dauert und eine Entscheidung einfordert. Sanne dagegen kümmert sich nahezu täglich um die Eltern und sieht deren Überforderung mit dem großen Garten und den vielen Treppen im „schmalen Haus“, dass der Vater einst selbst gebaut hat. Sie organisiert den Umzug in eine seniorengerechte Wohnung, deren Annehmlichkeiten die Eltern durchaus zu schätzen wissen, aber den Garten und die alte Nachbarschaft vermissen. Sanne, Erbin des Elternhauses, stoppt schließlich dessen Verkauf und fällt stattdessen in ein Loch: Ihr Mann trennt sich Knall-auf-Fall von ihr, die beiden herangewachsenen Kinder ziehen aus, das Elternhaus verwahrlost. Genau wie Sanne. Leere Weinflaschen und Pizzakartons stapeln sich im heimischen Wohnzimmer und Sanne entdeckt, dass die elektrische Gartenschere gar nicht so schwer zu bedienen ist, wie Uwe ihr immer weisgemacht hat. Die beiden jüngeren Schwestern sind völlig überrumpelt vom Verlust ihres Elternhauses und fassungslos über das Massaker, das Sanne im eigenen Garten zwischen Kirschlorbeer und Thuja-Hecken anrichtet. Eine fast „alltägliche Geschichte“, die die Autorin angenehm unaufgeregt, völlig kitschfrei und mit einem liebevollen Blick auf alle handelnden Personen erzählt.

Beschreibung

Drei Schwestern zwischen Zukunft und Vergangenheit Ein Thema, das uns alle angeht: Was passiert, wenn unsere Eltern alt werden? Sanne, die nur ein paar Straßen von ihren Eltern entfernt lebt, bekommt deren Alltag hautnah mit. Immer häufiger muss sie helfen, den Eltern wächst das Haus über den Kopf. Und so beschließt sie, dass die beiden umziehen müssen. Doch sie fällt diese Entscheidung allein, immerhin ist sie die Älteste. So viel mehr als vier Wände und ein Dach: das Elternhaus. Als ihre Schwester Petra von den Plänen erfährt, ist sie entsetzt. Wie kann Sanne die Eltern entwurzeln? Wie kann sie alles zerstören, was Sinnbild ihrer gemeinsamen Kindheit ist? Diese Pläne reißen Petra den Boden unter den Füßen weg. Eine emotionale Reise in die Vergangenheit und ein liebevoller Blick auf die oft schwierige Familie. Das angespannte Schwesternverhältnis wird auf eine existentielle Probe gestellt. Und auch die Kleinste, Gitti, gerät zwischen die Fronten. Die Geschwister müssen sich die Frage stellen, wann sie sich so unglaublich fremd geworden sind? Und wie es sich anfühlt, plötzlich kein Elternhaus mehr zu haben? Doch sind Wände, Fenster und Türen wirklich so wichtig? Eine Familiengeschichte, die unter die Haut geht. Klug beobachtend und mit liebevollem Blick erzählt Ute Mank von alten Eltern, entfremdeten Schwestern und von einem Haus, das so viel mehr ist als vier Wände und ein Dach. 'Wo Nostalgie aufhört, fängt Ute Manks Erzählkunst an, so nah, so traurig-schön, dass man sich gern darin verliert.' Sandra Lüpkes

Über Ute Mank

Ute Mank wurde in Marburg geboren. Sie ist Mutter von zwei erwachsenen Töchtern, lernte einen Gesundheitsberuf, studierte Erziehungswissenschaften und promovierte später nebenberuflich. Ihr erster Roman >Wildtriebe erschien 2021 und war für den Klaus-Michael-Kühne-Preis nominiert. Sie lebt mit ihrer Familie in Hessen.