Thomas Montasser, Eine himmlische Katastrophe

Ein altes Kloster in einem vergessenen Winkel des französischen Burgund. Drei betagte Nonnen halten wacker die Stellung - u.a. mit den Erträgen eines großen Kräutergartens und eines ehemals berühmten Käse aus eigener Herstellung. Leider hat die verantwortliche Schwester dessen genaue Zutaten mit ins Grab genommen. So richtig rund läuft es also nicht mehr, als eines Tages Louise, eine junge Kleinkriminelle aus der Pariser Banlieue mit der Bewährungsauflage, sich für einige Wochen in eine Klostergemeinschaft zurückzuziehen, unangemeldet zwischen den Kräutern des Klostergartens steht. Dort trifft sie auf ihre Tante - Schwester Madeleine - die trotz aller Überraschung ihre Nichte gerne in die Arme geschlossen hätte, wären da nicht die vielen Ringe, Haken und Ösen, die Louise an allen möglichen Stellen ihrer nackten Haut trägt und in die ihre Tante Angst hat, sich zu verheddern.  Louise kann bleiben und muss bald feststellen, dass die Schwestern keineswegs so harmlos sind, wie sie zunächst scheinen (Was mich als ehemalige Klosterschülerin ganz und gar nicht überrascht !).  Und auch Lou entwickelt Qualitäten, die man ihr im ersten Moment nicht zugetraut hätte. Was als mögliche Katastrophe zu beginnen scheint, entpuppt sich schon bald als himmlische Fügung. Von der ersten Zeile an ist diese  "himmlische Katastrophe" ein kurzweiliges, amüsantes Lesevergnügen und  beschwingter Wohlfühl-Quickie für zwischendurch.